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 Budopädagogik

 

„Budo-Pädagogik ist ein pädagogisches Konzept, das auf Philosophie und Methode asiatischer Kampf- und Bewegungskünste aufbaut. In ihm verbinden sich sportpädagogische, sozialpädagogische und therapeutische Ansätze zu praxisorientierten Zielen, Handlungs- und Übungsmustern. Budopädagogik zielt vor allem auf die Ich-Stärkung, Körperbewusstsein, soziale Kompetenz und ist deshalb besonders geeignet zur Arbeit mit randständigen, sozial benachteiligten und/oder gewaltbereiten Jugendlichen.“

 

(Institut für Jugendarbeit Gauting, Programm 2005)

 

Aus dem Wesen des Budo und der Abgrenzung der Kampfkunst vom Kampfsport ergibt sich, dass die Kampfkunstübung an sich bestimmte geistige und soziale Lernprozesse bewirkt. Die Budopädagogik untersucht auf wissenschaftlicher Grundlage diese als zielsetzend eingestuften Lernprozesse (Didaktik des Budo) und wie sie erreicht werden (Methodik des Budo).

Dabei vereinigt die Budopädagogik als eine Form der Sonderpädagogik auf erziehungs- und sportwissenschaftlicher Grundlage in sich Erkenntnisse und Methoden sowohl der Sozialpädagogik und der Entwicklungs- und Lernpsychologie, als auch natürlich die Methodik und Didaktik des Budo.

Eine langfristig einsetzende pädagogische Wirkung im Sinne der erzieherischen Werte des Budo kann selbst im konventionellen Training beispielsweise im Verein durchaus erwartet werden.

Der Ansatz der Budopädagogik geht allerdings weiter.

Budopädagogik setzt gezielt einzelne Elemente des traditionellen Budo-Unterrichts, zugeschnitten auf die Erfordernisse der jeweiligen konkreten Klientel und angepasst an das jeweilige konkrete Lernumfeld ein, um in einem in der Regel zeitlich begrenzten Programm systematisch einen konkreten pädagogischen oder therapeutischen Erfolg zu erzielen.

Kern jedes budopädagogischen Konzepts ist die Zielgruppe mit ihren Voraussetzungen und Möglichkeiten und ihrem konkreten pädagogischen oder therapeutischen Bedarf. Daraus leitet die Budopädagogik die Fragestellungen ab, mit welchen Mitteln in welchem Zeitrahmen welche Zielstellungen erreicht werden können.

Wenn hier neben der pädagogischen auch von therapeutischer Arbeit gesprochen wird, so ist doch nachdrücklich darauf hinzuweisen, dass ein Budopädagoge ohne eine entsprechende Qualifikation oder Ausbildung nicht therapeutisch arbeiten darf. Der Begriff der Therapie steht im Zusammenhang mit einem klassifizierten Störungs- oder Krankheitsbild, dessen Behandlung einschlägig ausgebildeten und zugelassenen Fachkräften vorbehalten ist.

Die Budopädagogik kann jedoch in der Zusammenarbeit mit Therapeuten unterstützende pädagogische Maßnahmen anbieten, die sich auf ein abweichendes Sozialverhalten richten, das aus einem möglichen Krankheitsbild resultiert.

 

Die dafür erforderliche Qualifikation ist in einer entsprechenden Aus- und Weiterbildung, basierend auf dem Forschungs- und Wissenstand und der Initiative des Erziehungswissenschaftlers und Kampfkunstlehrers Dr.Jörg-Michael Wolters im Institut für Budopädagogik in Stade zu erwerben. Sie richtet sich an Pädagoginnen und Pädagogen mit Erfahrung und Praxis in der Kampfkunst oder an Budoka in der Kinder- und Jugendarbeit oder pädagogiknahen Arbeitsbereichen.

Budopädagoginnen und Budopädagogen sind in einem eigenständigen Berufsverband organisiert, der u.a auch die qualitativen Standards ihrer Arbeit überwacht und unterstützt.