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Budo- Kampfkunst statt Kampfsport

 

 

Budo ist ein Mittel der Wegübung, in dem durch die technische Übung und die geistige Unterweisung „von Herz zu Herz“ (Isshin-Denshin) durch eine Lehrer- oder Meisterpersönlichkeit der Übende seine geistigen und körperlichen Potentiale erschließen soll, um dadurch zu charakterlicher und menschlicher Reife zu gelangen. Gegner des Budoka ist immer und zuallererst er selbst. Die technische Übung ist ihm nur Mittel zum Zweck.

 Für den Kampfsportler steht die technische Übung als solche im Mittelpunkt. Die Technik zu optimieren dient dabei immer dem nach außen gerichteten Zweck zu siegen. Im Sport steht der Leistungsvergleich im Mittelpunkt, der sich in verschiedenen Formen des Wettkampfes manifestiert, und in dem die Frage nach dem Erfolg die Frage nach Sieg oder Niederlage stellt.

Das bedeutet letztlich immer den Focus auf einen äußeren Gegner zu richten, den es zu besiegen, im Extremfall, wie in der von allen sportlichen Aspekten losgelösten Selbstverteidigung, sogar zu vernichten gilt.

 

 

 

Der Sport, entweder als hochleistungsorientierter, effizienzgesteuerter Spitzensport oder als zum Erwerb und Erhalt von körperlicher Fitness im Breitensport betrieben, hat zu einer Verarmung der Techniken und zu einer lediglich am Zweck des sicheren Sieges orientierten Trainingspraxis geführt, in der in erster Linie äußere Faktoren wie Kraft, Kondition oder Flexibilität und ihre optimale technische Umsetzung von Bedeutung sind.

Damit ist nichts gegen den Kampfsport als Leistungs- oder als Breitensport an sich gesagt. Er hat die Berechtigung und den Wert, den er hat – aber er ist nicht Budo.

 

Die Fortschritte des Kampfkünstlers sind Wegfortschritte, die sich messbaren Kriterien des Leistungsvergleiches wie dem Wettkampf entziehen. Seinen Wegfortschritt kann nur sein Meister beurteilen, ihm genügt kein Trainer. Seine Kämpfe sind nach innen gerichtet. Er führt sie nicht nur in der Meisterung der Technik, sondern auch in der Handhabung und Verinnerlichung der Etikette.

Gerade letztere ist, wo sie nicht im Interesse der Steigerung sportlicher oder kämpferischer Effektivität völlig geopfert wurde, sowohl im Sport als auch der Selbstverteidigung bestenfalls noch als schmückendes Beiwerk geduldet, aber kein integraler Bestandteil der Übung mehr.

Sowohl der Kampfsport, als auch die reine Selbstverteidigung haben sich daher trotz gleicher Wurzeln und ähnlicher technischer Mittel und Methoden der Übung wesentlicher erzieherischer Elemente beraubt, was sie für den Einsatz im Kontext der Budopädagogik untauglich macht